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Kartoffelsalat (mit Brühe, nicht der Film)

Letzte Woche Sonntag. Bestes spätsommerliches Wetter. Perfekt, um unseren Grill anzuschüren. Was darf da auf keinen Fall – neben Grillgut – fehlen?
Genau! Der Kartoffelsalat!

Zutaten für 8-10 Personen:

  • 1,2kg (vorwiegend) festkochende Kartoffeln
  • 1 große Zwiebel
  • 1 große Zehe Knoblauch
  • 400ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Senf
  • Salz, Pfeffer, Muskat,
  • Öl, Essig

Pimp your Kartoffelsalat: Kümmel, ausgelassener Speck, hartgekochtes Ei, frische Petersilie, (Gewürz-)Gurken u.v.m.
Benötigte Utensilien: Topf, Pfanne, Messer, Schneidebrett, Schüssel

  1. Je nach Verschmutzungsgrad die Kartoffeln waschen. Die Kartoffeln in einem Topf vollständig mit Wasser bedecken. Das Wasser kräftig salzen, bei Belieben ganzen Kümmel dazu geben und die Kartoffeln kochen. Sollten die Kartoffeln unterschiedlich groß sein, empfiehlt es sich, die großen Knollen zu halbieren/vierteln – dadurch werden die Kartoffeln gleichzeitig gar.
    Sie sind gar, wenn man mit einem Messer rein sticht und die Kartoffeln runterrutschen. Passiert nichts, sind sie noch nicht fertig. Zerfallen sie, sind sie verkocht.
    Wenn die Kartoffeln gekocht sind, diese abgießen und auskühlen lassen.
  2. Die Zwiebel in feine Würfelchen schneiden, ebenso den Knoblauch. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel und den Knoblauch darin glasig schwitzen (Die Zwiebeln werden „durchsichtig“, keine Bräunung). Die Zwiebeln in eine Schüssel geben.
  3. Die ausgekühlten Kartoffeln mit einem kleinen Messer schälen/abziehen und in Scheiben schneiden. Kartoffelscheiben zu den Zwiebeln in die Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat vorab etwas würzen.
  4. Die Gemüsebrühe erhitzen und den Senf dazu geben. Die heiße Brühe zur Schüssel hinzugeben. Hierbei lohnt es sich nicht gleich alles auf einmal rein zuschütten, sondern nach und nach. Denn die Brühe soll die Kartoffeln nur sehr knapp bedecken. Eine kleine Kostprobe nehmen und gegebenenfalls schon etwas nachwürzen.
  5. Den Salat ziehen lassen. In der Zeit kann man die Sachen zum pimpen vorbereiten und diese hinzufügen, sobald der Kartoffelsalat deutlich abgekühlt ist. Nun mit Essig, Salz, Pfeffer und Muskat final abschmecken.
    Wenn man seinen Kartoffelsalat mit Gewürzgurken aufmotzt, kann man das Gewürzgurkenwasser statt Essig verwenden.

Servieren. Wurde der Kartoffelsalat am Vortag gemacht und/oder im Kühlschrank gelagert, sollte man diesen rechtzeitig bei Raumtemperatur „temperieren“/warm werden lassen. Kalter Kartoffelsalat schmeckt nicht. Lauwarm schmeckt er noch am besten.

Kartoffelsalat mit Speck und frischer Petersilie

Womit verfeinert ihr euren Kartoffelsalat am liebsten?
Lasst es euch schmecken!

Die Kunst, es nicht sein lassen zu können (2)

Ich muss da noch was zum Thema Bloggen loswerden.

Eine kleine Warnung vorweg: Dieser Text könnte sehr unstrukturiert sein, weil es einfach so viele Kleinigkeiten sind, die da in meinem Kopf umherschwirren und raus möchten.

Erstens. Ich habe vor über 15 Jahren mit dem Bloggen angefangen, weil meine Schwester einen Blog hatte. Als kleine Schwester wollte ich dem in nichts nach stehen. Rückblickend wollte ich ihre Anerkennung. In meinen Augen war das, was sie machte, immer 100% und das, was ich machte, kam nie ansatzweise dadran. Das ist heute immer noch so.

Heute ziehe ich mir frustriert die Decke über den Kopf, jammere vor mich hin und sage, dass meine Eltern ihre ganzen Talent-Prozente bei der Schwangerschaft meiner Schwester hergaben und für mich nur noch klitzekleine Prozente übrig blieben – anstatt halt einfach mal Sitzfleisch zu beweisen.

Zweitens. Meine Begabung liegt nicht in der Sprache. In „Deutsch“ hatte ich meistens eine schlechte Drei oder eine gute Vier. Mir war das schon immer viel zu kompliziert mit dem Satzbau, den vier Fällen und und und. Es wurde also gesagt, dass das mit den Sprachen und mir wohl nie etwas werden würde, vielleicht würden mir Zahlen mehr liegen. Trotz dieser motivierenden Worte wurden meine früheren Blogs gelesen und kommentiert. Das machte mich glücklich und gab mir etwas Selbstvertrauen. Dieses Selbstvertrauen war aber nur eine zarte Knospe. Auf die sich eine dicke fette Hummel setzte und sie zum Abbrechen brachte. Es bildete sich nie eine neue Knospe.

Was war passiert: Ein (damals) großer A-Blogger – so nannte man die, die von allen gelesen wurden – tweetet über meine Ausdrucks- und Schreibweise und zwar, dass die scheiße ist. Das gab zwar gut Klicks, leider aber auch einen Riesen-Knick.

Drittens. Seitdem bin ich in einem Teufelskreis gefangen. Ich weiß, dass es mir hilft über Dinge zu schreiben, die mich beschäftigen. Dann befasse ich mich in Ruhe mit ihnen, kann sie besser einsortieren und abspeichern. Durch das Veröffentlichen auf einem Blog erhalte ich Feedback: Dass da noch andere so denken/fühlen/erleben und von deren Erfahrungen höre. Andererseits möchte ich niemanden meine Ausdrucks- und Schreibweise antun.

Doch habe ich auch gelesen, dass man das Schreiben lernen kann. Also setze ich mich immer wieder hin und schreibe – aber gefühlt werde ich immer schlechter. Ein guter Zeitpunkt sich wieder die Decke über den Kopf zu ziehen. Mittlerweile bin ich so verkalkt und eingefahren in diesen Teufelskreis, dass mir nicht mal mehr die einfachsten Redewendungen (richtig) einfallen oder wie man was einfach unkompliziert ausdrückt. Meine Schwester verzweifelt regelmäßig an meinen Texten, die ich ihr vorab schicke. Sie fragt sich: Wie kann man es sich nur so kompliziert machen – Das Lustige daran ist ja, dass bei meiner Facharbeitspräsentation bemängelt worden ist, ich würde mich zu einfach und flach ausdrücken.

Es ist zum Verzweifeln.
Wem soll man es da recht machen?

Viertens. Ich hab das jetzt alles runter geschrieben, um letztendlich da zu sitzen und nicht zu wissen, was ich eigentlich genau damit erreichen wollte. Das sind meine Gedankenpfade, die einfach im Nichts enden. Sie kommen immer wieder hoch, wenn ich an einem Blog(-eintrag) sitze und ich kann ihnen einfach kein Ende geben.

Falls ihr mich sucht: Ich bin unter der Decke jammern.

Journal: 15. September 2020

Ich habe Papierkram erledigt. Seit unseren Umzug im Juli schob ich diesen gekonnte vor mich hin. Aber leider gibt es immer noch Papierkram, der a) per Brief erfolgen muss und b) der innerhalb von irgendwelchen Fristen erledigt werden muss. Also konnte ich mich auch nicht mehr mit irgendeiner abstrusen Ausrede davor drücken.

Der positive Nebeneffekt: Ich war so gepushed vom stetig wachsenden Haufen an Briefen, dass ich gleich noch meine Finanzen überprüfte und den Banken meine neue Adresse mitteilte. Das ging bei allen Banken problemlos und zügig online <3
Desweiteren habe ich einen Online-Account bei meiner Krankenversicherung und bei ELSTAR geordert. Da muss ich jetzt auf Post warten, um diese zu aktivieren.

Zudem suchte ich endlich die Laufladen-Gutscheine raus, nach denen der Herr Freund seit Tagen maulte. Ich fischte sie aus einen Umzugskarton im Keller. Aus diesen dunklen, unheimlichen Keller, in dem sicherlich eine ganze Armee an achtbeinigen Monstern haust und nur darauf wartete mich zu zerfleischen. Aber was macht man nicht alles für seine Liebe. Aber was macht man nicht alles, um endlich seine Ruhe zu haben.

Eventuell habe ich dann ein kurzes Mittagsschläfchen gemacht. Später teilten wir uns eine Pizza Salami und fingen mit der zweiten Staffel von The Boys an. Sie müht sich durch die ersten zwei, drei Folgen – wird aber dann besser. Gottseidank, das Geschnulze hätte ich nicht noch eine Folge ausgehalten. Was nicht besser wurde, war das Problem unseres Fernsehers mit seiner Amazon Prime App: Alle fünf Minuten blieb das Bild hängen, aber der Ton lief weiter.

Bald wird mich Herr Freund mit seinen großen, blauen Augen anschauen und mich bitten, eine Lösung zu ergoogeln. Fühlt euch frei, mir gute Gründe mitzuteilen, es nicht zu machen. Ich hasse Technik. Da kann man immer so viel kaputt machen.

Wie mans macht, man machts falsch.

In meinem Leben scheint es an grundlegenden Wissen zu fehlen. Wie zum Beispiel das Wissen darüber, wozu man heutzutage Drogeriemärkte braucht.

Eine Kollegin fragte mich in letzter Zeit häufig, in welchem Drogeriemarkt ich einkaufen gehen würde. Leider musste ich ihr immer sagen, dass ich mein Zeugs im Supermarkt kaufe. Damit schien ich die Pforte zur Hölle zu öffnen. 

Ich erklärte ihr, dass es für mich keinen Sinn macht, extra in einen weiteren Laden zu gehen, um Klopapier, Duschzeugs, Zahnpasta und Co. zu kaufen, wenn es das doch alles auch im Supermarkt gibt. Make-Up trage ich keins. Parfüm hole ich aus der Parfümerie, lasse es mir schenken oder heimse die Fehlkäufe der Schwiegermutter in spe ab. Wozu also in einen Drogeriemarkt?

Nach langem überlegen fiel mir dann doch ein Dings ein, welches ich eigentlich immer aus einem Drogeriemarkt hole: Kontaktlinsenlösung – „Dafür kannst du doch zum Optiker gehen!“

Wie mans macht, man machts falsch. 

¯\_(ツ)_/¯ 

P.S.: Im Übrigen kann sie damit nicht auf meinen Geruch anspielen, da ich in den letzten Wochen nur im Home Office tätig war.