Archiv der Kategorie: Tag & Nacht

12.12.2020 – Entkoffeiniert mit Mandelmilch

Aus Gründen gibt es entkoffeinierten Kaffee mit Mandelmilch. Hier, von Starbucks die Winterkreation „Toffee Nut“.

Eines muss man dem Unternehmen lassen: seine Kreationen schmecken.

Und wenn man mal die Millionen an Euros für einen Becher Kaffee investiert, weiß man wenigstens was man kriegt – geschmacklich. Während es bei anderen Cafes immer eine 50/50-Sache ist, ob man Plörre oder Kaffee serviert bekommt.

31.10.2020 – Halloween

Liebe Hamburger,

lasst uns bitte einmal darüber reden: Was stimmt mit euch am 31.10 nicht?

Fangen wir damit an, dass der 31.10 in Hamburg ein Feiertag ist. Es ist Reformationstag; nicht Halloween und auch nicht The Purge¹. Trotzdem verhält man sich, als sei ein Notstand ausgebrochen und alle Regeln würde nicht mehr gelten.

In der alten Wohnung war Halloween noch ertragbarer (Die Bausubstanz war auch deutlich jünger (2000) und daher besser isoliert als hier in einem 1955 aus Trümmern geschaffenen Mehrparteien-Haus). Da sind auch nur die jungen Hühner mit ihren High Heels laut schnatternd das Treppenhaus erst hoch und einige Zeit später wieder runter gestöckelt.

Aber in der neuen Wohnung.
Puh.

Um 06:30 Uhr wurde erst mal gehämmert. Vielleicht gab man seinem Kostüm als „lebender Sarg“ seinen letzten Schliff und haute den Deckel fest. Aber so cool die Idee auch klingen mag, ist es um 06:30 Uhr ziemlich asi. Es folgte eine musikalische Dauerbeschallung gräßlichster Katzenmusik bis Mittags. Letzteres ist leider halb zulässig und beim Hämmern war ich nicht fit genug aufzustehen, um beim Nachbarn zu klingeln. Aber wenigstens motivierte mich die Scheiße genug, um mal einen Blick in den Mietvertrag und der dazugehörigen Hausordnung zu werfen: Werktags ist die Ruhe von 21:00 bis 07:00 Uhr und von 13:00 bis 15:00 Uhr einzuhalten und an Sonn- und Feiertagen sogar bis 09:00 Uhr. Ja gut, es stand halt nur meine Faulheit im Wege. Selbst Schuld.

Optimistisch wie ich bin, erwartete ich, dass ich mir diese Operette einer Katze, die gerade überfahren wurde, auch noch abends antun dürfte.
Ich blieb aber verschont.

Halbwegs.

Die Nachbarn nebenan – anderes Gebäude, anderer Vermieter – hatten sich einen Stand-up-Komödianten eingeladen. Die Dame hatte ein sehr penetrantes Sprachorgan und schien auch die Einzige zu sein, die über ihre Witze lachte. Ihre Performance ging bis 00:30 Uhr, erzählte mir der Herr Freund. Der blieb standhaft im Bett liegen, während ich mich aufs Sofa verkroch, um dort meine Nachtruhe zu genießen.

… Bis um 06:30 Uhr am 01.11. – und sich der Nachbar scheinbar aus seinem „lebenden Sarg“-Kostüm hämmerte.

Mal von meiner eigenen Leidensgeschichte abgesehen, las ich sonntags – in einer äußerst zuverlässigen Zeitung – noch von brennenden Mülltonnen, explodierenden Zigarettenautomaten und randalierenden Jugendlichen.

Das sind so Sache, da frag ich mich: War das zu meiner Jugend auch schon so? Muss das sein?
Aber viel mehr frag ich mich, was man um 06:30 Uhr an einem Feiertag und Sonntag hämmern muss.


1. https://de.wikipedia.org/wiki/The_Purge_%E2%80%93_Die_S%C3%A4uberung

21.10.2020 – Beichte

Ich muss euch was gestehen!

Als ich am 01.09.2020 wieder online ging, hatte ich diese eine Sache schon im Hinterkopf. Im Hinterkopf, diese Bombe irgendwann irgendwie platzen zu lassen. Ich war mir in vielerlei Hinsicht aber unschlüssig, wie ich es machen soll.

Letztendlich wird es wohl kurz und schmerzlos am einfachsten sein: Ich bin schwanger.

Tschüss.

28.09.2020 – „Picture my Day“-Edition

Kommen wir zum gestrigen Montag. Das war der 28. des Monats und damit war „Picture my Day“-Day. Das ist eine Aktion, bei der man seinen Tag in Bildern festhält und dann auf Instagram, Twitter oder eben seinem Blog präsentiert. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

Lets go:

Ich habe sehr bescheiden geschlafen.
Ich fühlte mich sehr ausgelaugt und demotiviert – irgendwie so „krank sein/werden“-mäßig. Beste Voraussetzungen den Physio-Termin um 10:00 Uhr abzusagen, sich noch mal umzudrehen und weiter zu pennen.

Irgendwann wollte dann doch die Blase Gassi gehen und der Magen gefüttert werden. Danach ging es superspannend weiter: Ich hab mich wieder hingelegt.

Irgendwann wollte der Magen dann wieder gefüttert werden. Ich überlegte erst mal hin und her, ob ich mir Nudeln koche, Fischstäbchen mache oder mir nur ein Brot schmiere. Die Demotivation siegte: Es wurde Brot.

Ich hab das übrigens im Bett gegessen. Erzählt das nicht euren Kindern. Nach weiteren Minuten regungslos im Bett Herumliegens, dachte ich mir dann: „Christiane, du kannst nicht den ganzen Tag im Bett rumliegen. Vielleicht hilft es deinem matschigen Gefühl auf die Sprünge, wenn du mal bisschen was im Haushalt machst!“

Also: Wohnzimmer und Küche schier gemacht. Kurzfristig mit den Gedanken gespielt noch zu saugen und zu wischen. Doofer Gedanke, sein gelassen. Dann ging es an den Laptop, um sehr sinnlos im Internet rum zu surfen und mit diesem Beitrag anzufangen.

Irgendwann bin ich dann mal ins Bad geschlichen und habe geduscht. Kurze Zeit später kam nämlich der Herr Freund heim und es ging zum Großeinkauf. Viele Euros leichter wurde ich bekocht. Es gab Fischstäbchen, Kartoffelpüree und Brokkoli. Gourmetküche hoch zehn – ich mags!

Danach ist nichts Spannendes mehr passiert: Ich hab den Daddel-Laptop angeworfen und bis 22:30 Uhr Transport Fever 2 gespielt.

Wer von euch kann diesen Tag an Spannung überbieten?