Kugel & Rund

Das „ob überhaupt“ stand im Raum

Das klingt dramatisch.
Das klingt, als wäre die Überlegung da gewesen, dass Kind abzutreiben.
Aber dem war nicht so, auch wenn die Schwangerschaft nicht geplant war.

Bei dem „ob überhaupt“ handelte es sich über die Überlegung, es im Internet preiszugeben, dass ich nun bald Mutter sein werde.

Denn das Mutter-Dasein wird von vielen stigmatisiert. Ungewollt und vielleicht ohne böse Absicht hat jeder von uns sein eigenes Bild vom „Mutter sein“. Genauso dominieren im Internet zwei, drei verschiedenen Mutter-Arten. Und ich weiß nicht, ob ich mich gerne von anderen stigmatisieren lassen möchte oder mich einem der „online gelebten“ Mutterbildern zu zählen lassen will.

Warum ich damit jetzt doch herausplatzte?
Weil ich über einen bestimmten Teil meiner Schwangerschaft schreiben möchte. Denn so ganz reibungslos verlief sie bis jetzt nicht:

In der 24. Schwangerschaftswoche wurde bei mir ein Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) diagnostiziert. Ich persönlich finde, dass die Informationen zu dieser Schwangerschaftskomplikation etwas rar gesät sind und möchte deswegen mein „Wissen“ mit euch teilen.

Am liebsten auf eine neutral-pragmatische Art und Weise; nicht auf eine rosa-rote-Watte-Schwangerschafts-Weise, nicht auf eine Es-ist-so-schrecklich-schwanger-zu-sein-Weise und auch nicht auf eine Als-Frau-wird-man-nur-bevormundet-Weise. Aber ich kann euch nicht versprechen das wirklich gut hinzubekommen, denn auch ich bin nur grad vollgedröhnt mit Hormonen (So habe ich die rosa-rota-Watte-Schwangerschafts-Weise gestern im Babyfachgeschäft ausgelebt – mein Konto weint, die Hormone freuts).


Hinweis: Das ersetzt in keiner Weise die Untersuchungen, Behandlungen und Gespräche mit dem Arzt, dem Frauenarzt oder dem Diabetologen!


In der nächsten Zeit wird es also Schwangerschafts-Content geben.
Freut euch darauf.

2 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

  1. K. sagt:

    Leider gibt es dieses Schubladendenken auch im realen Leben, was es wohl nicht einfacher macht – im Job, Kommentare vom Chef oder den Kollegen sind da noch das Erste, was mir als Beispiel einfällt.

    1. Christiane sagt:

      Natürlich gibt es das im Real-life.
      Auf Arbeit lässt sich das auch nicht verhindern, aber in anderen Lebensbereichen kann man es verhindern in eine Schublade gesteckt zu werden, indem man einfach diese Information für sich behält.

      Und das war eben meine Überlegung.
      Jedoch eben auch die Überlegung über den Gestationsdiabetes zu schreiben (Das Thema an sich ist ja schon interessant – nur halt blöd, wenn mans hat). Bei der letzteren Überlegung sah ich keinen Weg daran vorbei, meinen aktuellen Zustand nicht preiszugeben.

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