Hamburg – 8. St. Pauli X-Mass Run (5,00km)

Hamburg, 09. Dezember 2018 – Wie gewonnen so zerronnen, dafür mit stilechter Weihnachtsmann-Plauze. Passender kann man meinen Auftritt beim 8. St. Pauli X-Mass Run nicht beschreiben.

Nach dem Alsterlauf ist es ruhig um die Lauferei und mich geworden. Ich lief wenig, aß viel und ungesund. Das Rumlungern auf der Couch war mein neuer Zeitvertreib. Zudem fühlte ich mich auf meiner neuen Arbeitsstelle gar nicht gut, sodass ich kündigte und in die Arbeitslosigkeit ging. Aber glaubt mal nicht, dass ich die neu gewonnene Freizeit nutze um Laufen zu gehen. Ich aalte mich in Selbstmitleid.

Trotzdem war ich der Überzeugung, dass es eine gute Idee sei beim St. Pauli X-Mass Run mitzulaufen.

„Das sind doch nur 5 Kilometer und die Medaille ist so schön! Jetzthabdichmalnichtso…

Also fuhren mein Freund und ich zum Millerntor-Stadion, zogen unsere Weihnachtsmann-Kostüme an und warteten, dass unser Startblock dran war.

Bei uns beiden kam aber irgendwie keine Wettkampfs-Euphorie auf, auch wenn der St. Pauli X-Mass Run eher ein Spaßlauf ist. Spaß und Freude kam auch irgendwie nicht auf. Auch die ersten hundert Meter durch das Millerntor-Stadion mit Hells Bells aus den Lautsprechern trugen nicht dazu bei, dass es Klick machte.

Eher wurde dieser Lauf zu dem kompletten Gegenteil: eine Katastrophe. Meine Kondition war gefühlt noch mieser als beim Lauf in Husum. Ich hatte sicherlich auch wieder Seitenstechen und zudem trug ich neue Laufschuhe. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie quälend 5 Kilometer sein können.

Nach 00:45:26 hatte das Trauerspiel endlich ein Ende und ich war im Ziel.

Wir rissen uns die Weihnachtsmann-Kostüme vom Leib – das ging bei den 5-Euro-Kostümen echt gut – und fuhren stillschweigend über dieses Desaster nach Hause.


Fakten:
Distanz: 5,00
Zeit: 00:45:26
Pace: 09:04

Die Zeiten der anderen:
Der Freund: 00:32:15

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.