Liebes Tagebuch: „Guten Morgen schöne Frau!“

Ich hab etwas sehr Dummes getan: Ich habe mich in der Vorweihnachtszeit auf die Waage gestellt. Das Ergebnis erschreckend (addiert zur letzten Gewichtsangabe drei Kilo). Hätte ich nicht machen sollen.

Überstunden. Ich habe die Überstunden vollgemacht und kann entspannt am 24. Und 31. Dezember die Füße hochlegen. Nein, Schmarrn… am 24. Dezember geht es zur Schwiegermutter in spe und am 31. Dezember geht es auf große Silvester-Party. 

Ich habe nun zwei Wochen lang täglich durchschnittlich 9,5 Stunden bis 10 Stunden gearbeitet. Im Büro. Und ich fühle mich total fertig. Erschreckend. Früher arbeitete ich immer 10 Stunden täglich in der Küche und fühlte mich nicht so kaputt. Vielleicht, weil es in der Küche keine Zeit zum „fühlen“ gab und ich ständig unter Strom stand?

Was bin ich froh nächste Woche normal arbeiten zu können. 

Picture my day Day. Wie immer nahm ich mir vor mitzumachen und wie immer vergaß ich es. Aber über den 13. Dezember 2018 gibt es auch nicht wirklich viel zu berichten: Beim Aufstehen stellte ich fest, dass mir Hals und Kopf schmerzen und die Nase leicht dicht ist. Ich saß meine 10 Stunden auf Arbeit rum und bastelte in dieser Zeit, in Kombination meines angeschlagen seins, hier und da ein paar Fehler. Selbst beim Anno 1404 spielen machte ich einen strategischen Fehler und beschloss frühzeitig ins Bett zu gehen. Meine Kulinarik: frühs einen Mango-Joghurt mit Vollkorn-Haferflocken und Dinkel-Kleie, mittags Schupfnudeln mit Gorgonzola-Sauce, zwischendurch zwei Clementinen, abends Brot mit Wurst und Käse und einen „Joghurt mit der Ecke“ (Banane, Schokoflakes) und beim Daddeln fünf Haferkekse mit Schokolade. 

Kein Wunder, dass die Waage hochschnellt. 

Highlight war wohl der Angestellte der Stadtreinigung, der die Mülleimer an den Bushaltestelle leerte. Als sei es nicht kurz vor 06:00 Uhr in aller Herrgottsfrüh stampfte er gut gelaunt an mir vorbei: „Guten Morgen schöne Frau!“ und beim Zurückstampfen: „Ich wünsche noch einen schönen Tag!“

Anno 1404. Mein Fehler lag darin, die Aufstiegsrechte automatisch vergeben zu lassen. Dadurch schossen die Bedürfnisse der Anwohner in die Höhe und ich konnte sie nicht zu Frieden stellen. Unzufriedene Einwohner gleich weniger Steuer und dadurch schrieb ich rote Zahlen. Außerdem hatte ich zu viele Betriebe, die auch laufende Kosten hatten. Ich war insolvent. 

Ich fing also neu an. Die Aufstiegsrechte vergebe ich jetzt, dadurch kann ich immer schauen, wie zurzeit die Erträge der Waren sind, die diese Zivilisationsstufe benötigt. Ich habe auch weniger Betriebe gebaut, um die Kosten niedriger zu halten. Dadurch geht das Spiel deutlich langsamer voran. Hatte ich beim ersten Spiel schon fünf Inseln besiedelt und gerade drei weitere erschlossen, so habe ich jetzt gerade mal drei Inseln. Die Vierte ist in Planung, da auf der einen Südinsel einfach kein Platz mehr ist und ich mehr Nomaden brauche, um Quarz abbauen zu können. 

Das langsamere Spielen macht Anno 1404 übrigens nicht langweilig! Ich habe jetzt ganz andere Möglichkeiten als beim ersten Spiel. Ich habe auf beiden Inseln schon Patrizier ansiedeln können. Ich habe eine große Schiffswerft bauen können und ein großes Handelsschiff produzieren lassen können. Dieses schippert jetzt alle fünf (bisherigen) Kontore der Spielkarte ab – in der Hoffnung an Bier, Leder und Glas zu kommen. Des Weiteren überlege ich, was ich nun als Nächstes mache: Lasse ich weitere Bürger zu Patriziern aufsteigen, um alle Gebäude dieser Stufe freizuschalten oder besiedelt ich die nächste Insel, um dort Nomaden anzusiedeln und deren nächsten Gebäude freizuschalten? 

Das war’s
Jetzt erst mal ab in die Küche und Plätzchen backen!

Liebes Tagebuch: Keine ruhige Minute

STRESS. Stress. Der Dezember ist der pure Stress-Monat.

Überstunden. Das Doofe ist ja: Ich bin derzeitig Zeitarbeiter im Einsatz. Ich unterliege damit dem Tarifvertrag für Zeitarbeit, der den 24. Und 31. Dezember als regulären Arbeitstag ansieht und dazu kommt noch, dass ich nach Stunden abgerechnet werde.

So. Ich will eigentlich immer die gleiche Höhe an Gehalt bekommen. Das heißt, ich achte auf meine Stunden, dass diese nicht groß schwanken, um das Plus oder Minus so möglichst gering zu halten wie es nur geht. Da der Betrieb, in dem ich eingesetzt bin, aber diese zwei Tage als Feiertage ansieht, wird an ihnen nicht gearbeitet und ich würde ein Minus von 16 Stunden auffahren. Das würde sich stark aufs Gehalt auswirken und ist deswegen inakzeptabel für mich.

Nun sitze ich also täglich meine 9 bis 10 Stunden auf Arbeit, um am 24. und 31. Dezember einen Überstundenausgleich nehmen zu können.

ERNI oder auch … „jährlich grüßt der Kundenservice“. Dieses Jahr mit TÜV und nach einem „Das muss gemacht werden, sonst kriegt er die Plakette nicht“-Anruf, ist er durchgekommen. Bei all dem Gewerkel am Auto fiel der Werkstatt hier und da Dinge auf, die eventuell in der nächsten Zeit kaputt gehen könnten. Ich muss mich mal in einer ruhigen Minute hinsetzen und überlegen, wie ich das alles finanziell über die Bühne bringen könnte.

Keine ruhige Minute. Ich glaube, diese ruhige Minute für den Finanzierungsplan finde ich erst im Januar: 9 bis 10 Stunden auf Arbeit, zu der ich jeweils eine halbe Stunde hin und zurück brauche, dann mache ich noch bisschen alibimäßig den Haushalt, der Kühlschrank muss gefüttert werden, Weihnachtskram (Baum wurde schon gejagt, Adventskranz gebastelt) rumgetingelt werden muss (allein schon diese Woche: ERNI zur Werkstatt hin und zurück bringen, 2x Schuhe kaufen gewesen, Abendessen mit dem Schwiegervater in Spe und seiner Lebensgefährtin am Nikolaus, Freitagabend half ich bei meinem alten Küchenchef aus, usw), dann noch laufen gehen, Wettbewerbe laufen, Anno 1401 spielen, Plätzchen vernichten und schlafen.

Oh ja Schlafen. Ich bin die letzten Tage einfach nur so unfassbar müde. Ich bin so froh, wenn ich es schaffe bis 21:30 wach zu bleiben – ich könnt’ ja von der Arbeit direkt ins Bett fallen.

Schuhe. Hier die Schuhe, die gekauft wurden:

Die Laufschuhe sind das vorgezogene Weihnachtsgeschenk vom Freund für mich. Viel kann ich über die Schuhe noch nicht sagen, weil ich die Woche sehr wenig laufen war.  Die Winterschuhe sind sozusagen das Weihnachtsgeschenk von Papa und Mama für mich (Papa überwies schon die obligatorischen 100-Euro-zu-Weihnachten).

Das war’s.
Ich bin jetzt im Bett.

Kommt euch der Dezember aus so vollgestopft und „stressig“ vor?

Was bisher geschah,…

Folgendes passierte in der Zeit ohne Blog

  1. Ich wünschte mir an einem Halbmarathon teilzunehmen
  2. Ich fing mit den Laufen
  3. Ich sah erste positive Auswirkungen des Laufens auf der Waage
  4. Ich kündigte
  5. Ich fing eine neue Arbeit an
  6. Ich lief meinen ersten kleine Wettbewerb (2,66km)
  7. Ich lief meinen ersten großen Wettbewerb (10km)
  8. Ich wog so wenig wie schon lange nicht mehr: 83kg
  9. Ich kündigte, ohne neuen Arbeitsvertrag
  10. Ich lief nicht mehr regelmäßig, (fr)aß aber weiterhin so viel wie im „Training“
  11. Ich hatte meine schnellste Jobzusage ever: 2 Stunden nach dem Vorstellungsgespräch
  12. Ich fing meine neue Arbeit an
  13. Ich wog wieder 88kg

Ansonsten alles beim Alten.