Monat: Juli 2019

#mygardentoday – Es ist vorbei!

Es ist vorbei. Es ist vorbei mit dem Gärtnern auf dem Balkon.

Das musste ich vor gut einem Monat feststellen. Irgendwas ist das falsch gelaufen. Doch ich hoffte bis zuletzt, dass die Pflanzen sich noch einmal berappeln würden.

Dabei fing es doch so gut an. Die Direktsaaten kamen alle ganz gut – okay, bis auf den Mangold, der vergeilte trotzdem. Auch das Umsetzen an geeignetere Stellen verkrafteten die Pflanzen gut. Einzig und allein bei den Tomaten bemerkte ich sehr früh einen Wachstumsstopp. Aber ich wollte ihnen Zeit einräumen.

Die Zeit verging.

Bei den Tomaten passierte nichts mehr und irgendwann hörten auch die anderen Pflanzen das Wachsen auf.

Den Garaus machte die Erde

Die Pflanzen wuchsen nicht nur nicht mehr, sondern es schwirrten auch Trauermücken um sie herum. Es sprießten irgendwelche Pilze neben ihnen und irgendwann hatte ich riesige Fressschäden an den Blättern. 

Das mit den Pilzen am Gemüse fand ich schon irgendwie sehr ekelhaft. Ich las aber auch, dass das schon mal vorkommt und eigentlich nicht weiter schlimm sei. Änderte aber nichts daran, dass ich dieses Gemüse eigentlich nicht mehr essen wollte…

Wem gab ich die Schuld an dieser Misere?
Der Bio-Erde aus dem Baumarkt. 
Ganz klar.

Denn nicht alle Pflanzen hatten Bio-Erde: Meine Zucchini wuchsen in konventioneller Blumenerde aus dem Pflanzenfachgeschäft und der ging es prima (zu mindestens bis die Hitze wiederkam). Die Lösung war also ein Umkehrschluss, dass das nur an der Erde liegen kann.

Ich habe dann irgendwann ein Beet „aufgegeben“. Beim Entsorgen der Pflanzen wühlte ich etwas die Erde auf und mir kam ein ekelhaft modriger Gestank entgegen. Google sagte dazu, dass die Erde schimmelig beziehungsweise von einem Pilz befallen wurde. Ich entsorgte die Erde.

Die anderen Beete beobachtete ich weiter.

Aber letztendlich habe ich gestern das Handtuch geworfen und die Erde (die durchgehend in allen Beeten modrig stank) plus die kümmerlichen Pflanzen entsorgt.

Wie gehts jetzt weiter?

Erstmal freue ich mich, dass Trauerspiel auf dem Balkon nicht mehr sehen zu müssen. Andererseits bin ich traurig, dass das nicht gut klappte. Vielleicht werde ich mich jetzt bemühen einen echten kleinen Schrebergarten zu bekommen.

P.S.: Die Zucchini habe ich noch nicht aufgegeben.

Sankt Peter-Ording – „Gegen den Wind“-Lauftag (7km)

Sankt Peter-Ording, 14. Juli 2019 – Trotz meines fortschreitenden Alters werden meine Ideen nicht klüger. Eine weitere dämliche Idee durfte ich nun ausbaden: Meine Anmeldung beim „Gegen den Wind“-Lauftag in Sankt Peter-Ording – aber wenigstens war ich so klug und habe mich rechtzeitig vom Halbmarathon auf den 7-Kilometer-Jedermannlauf umgemeldet.

Eigentlich war es gar keine dumme Idee, als ich mich vor Monaten für den Lauf anmeldete – hätte ich dann auch mal mit dem Training angefangen und hätte nicht bis Anfang Juli eine Winterpause eingelegt. Ja, zwei Woche vor dem Lauf, fing ich wieder das Laufen an.

Um 12:00 Uhr fiel mein Startschuss und um 12:15 Uhr wurden der Boss, der Freund und der Cousin vom Freund auf die Strecke gelassen, um ihren Halbmarathon zu laufen. Allesamt durften wir uns erstmal übe 250 Meter feinsten Nordseeküsten-Sand kämpfen, um dann einen Abstecher in den hügeligen kleinen Wald zu machen. Nach einem Kilometer ging es dann auf den Deich rauf, zur Dünentherme – hier kam mir die Erste des Jedermannlaufes entgegen -, zwischen Kilometer 2 und 3 wurde dann umgekehrt und es ging zurück zum Strand. Als ich wieder an der Dünentherme war (ca. Kilometer 4) wurde ich vom Ersten des Halbmarthons überholt. Es ging zurück in den Wald, aber dieses Mal für mehr als nur 500 Meter und so ging es Hügelchen rauf und Hügelchen runter.

Ich wollte alle 50 Meter abbrechen. Ich konnte einfach nicht mehr.

Bei Kilometer 5,5 wurde ich von den drei Kerlen überholt. Ich wollte immer noch aufgegeben. Aber ehrlich gesagt: 1,5 Kilometer vor der Ziellinie aufzugeben, wäre auch bisschen doof gewesen. Also lief ich weiter. Wie ein sterbender Schwan.

Nach 56:40 Minuten war ich über der Ziellinie und wurde vom Freund und Cousin begrüßt. Diese beiden haben verletzungsbedingt den Halbmarathon abgebrochen (Fuß und Knie).

Ich war so kaputt.

Die Zeiten der anderen: der Boss 02:01:01 Stunden