Husum – George C. Hafenrunde (2,66km)

Husum, 11. August 2018 – Ein kleiner Probelauf vor dem großen 10-Kilometer-Lauf im September? Klar! Die Anmeldung für den Jedermannlauf „George C. Hafenrunde“ über 2,66 Kilometer ging raus und an einem wechselhaften aber warmen Sonntag waren wir (der Freund, der Vater vom Freund und ich) in Husum. Meine Mission für den Lauf: ankommen.

Ich schnürte mir meine Schuhe, befestigte die Startnummer und stand euphorisch-ängstlich am Start. Meine erste „Wettkampfteilnahme“ nach langer Zeit. Ja, irgendwann im Sommer 2014 lief ich schon mal bei einem Lauf mit, aber das ist eine andere Geschichte. 

Das Startfeld der Hafenrunden gliederte sich wie folgt: Die erste Reihe voller Kinder, dahinter deren Eltern, dann kamen die Läufer, die auch aussahen wie Läufer und dann die letzten Starter, das waren ich und ein kleiner Mann mit Wampe. 

Ich schielte rüber: „So fit sieht der nicht aus! Jo Bro, wir beiden rocken das Feld von hinten“ In meinen Gedanken malte ich mir schon aus, wie wir Hand in Hand und über beide Backen grinsend über die Ziellinie schritten. 

Während dieser malerisch und romantischen Gedanken fiel der Startschuss. Unter tosenden Applaus stürmten die ersten Reihen los und ich konnte sehen wie mein Laufkumpel ebenfalls elegant, leichtfüßig und schnell startete, „Hey Bro, was soll das?“
Ich versuchte das Tempo zu halten.

Keine 200 Meter später musst ich einsehen: Für mich war das viel zu schnell. Ich drosselte die Geschwindigkeit. Mein Kumpel und das Läuferfeld zogen fort, bogen um die Ecke ab und sie waren nie wieder gesehen. Jetzt hieß es nur noch ich und mein Puls von 185. 

19 Minuten und 44 Sekunden später überschritt ich gequält und gebeutelt die Ziellinie. Zweimal musste ich eine Gehpause machen, meinen Puls bekam ich nicht unter 180 Schläge pro Minute runter, ich hatte Seitenstechen from hell und war über meine Kondition sehr entsetzt – ich fing 3 Wochen vorher das Laufen (wieder) an, die hätte ja schon etwas besser sein können!

Aber im Training lag mein durchschnittlicher Pace bei 09:20 Minuten pro Kilometer und in Husum lag er bei 07:20 Minuten pro Kilometer – da war ich wohl etwas zu schnell unterwegs. Vor allem beim Start. Auch der Schwiegervater im Spe merkte später – beim 10-Kilometer-Lauf der Hafentage – dass ein zu schneller Start sehr schnell nach hinten los gehen kann. 

Aber zurück zu mir und meiner Mission: Ich kam an, aber den kleinen Mann mit Wampe sah ich nie wieder. 

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